Hart, neu, trendy

 

Ein Name wie SYNASTHASIA ruft bei mir unweigerlich Assoziationen auf, die Epic und Prog beinhalten. »Style Collector« tut jedoch genau dies, was der Name aussagt: Die Verquirlung von klassischen Metal-Elementen mit modernen Sounds. Was rauskommt, kann sich jeder düster ausmalen. Emo-Gesang mischt sich mit Gegrowle und dazu erklingen Melodien im Wechsel mit Brachial-Riffs. Vielleicht begeistert die Band damit eine Horde Jungspunde. Gestandene traditionsbewußte Metaller rümpfen die Nase und kommen zum Schluß: Ist nicht Metal!

THE BURDEN REMAINS sind es schon eher, aber auch hier will man dem Traditionalisten ein X für ein U vormachen. Aber wer fällt darauf rein? Der Name verrät schon alles. Teilweise zocken die Jungs auf »Downfall of Man« recht straight metallisch los, doch untrüglich müssen Emo-Gewimmere und Breakdowns mit Gebrülle eingeflochten werden. Das zerstört den teilweise recht ordentlichen Eindruck und läßt mich die CD mit Fingerspitzen anfassen. Muß nicht sein!

Die Namen Hill und Downing sollten eigentlich für Qualität stehen. Nun spielt bei HOSTILE nicht Ian sondern sein Sohn Alex und K.K. war so begeistert von der Truppe, daß er den Song "Addiction" für die Jungs schrieb - den ersten für eine fremde Band überhaupt. Und er mischte auch gleich das Album »Eve of Destruction«. Nun ja, der richtige Knirps mit den richtigen Eltern und den daraus resultierenden Verbindungen ... Es gibt wohl hunderte oder gar tausende von besseren Bands. HOSTILE sind modern mit Brüllgesang und verqueren, sperrigen Soundwällen im Wechsel von Melo und Brachial. Da bleibt nichts hängen und ich finde nicht eine brauchbare, fesselnde Idee.

Zusammenstellung: Otger Jeske